Kat macht Yoga

Repost von katstrialogie. November 2015

Meine Arme tun weh. Meine Schultern auch. Meine Oberschenkel. Die Oberschenkelinnenseiten, und mein Hintern sowieso. Klar denkt ihr – selbst schuld wenn man nicht so sportlich ist und sich einbildet man muss laufen und schwimmen gehen. Aber ich war YOGA!!!!

Nach über einem Jahr Abstinenz, dacht ich mir – gehst mal wieder yoga. So zur Abwechslung, dachte ich mir. Tut dir gut. Entspannt. Hilft mit der Atmung. Dacht ich mir. Und mit der Dehnung. Und dann das Schlafen am Schluß. Ein Traum.

yoga2

Nach anfänglichem inneren Monolog – hä? Wie jetzt “quer die Matte hinlegen” – welches quer?? schaff ich es dann doch und wähle den strategisch besten Platz – letzte Reihe Mitte, dass ich gut nach vorne sehe. Strandtuch drauf und entspannen.

Mein Outfit: Harems-Yogapants. Früher mal weißes, jetzt graues Top und darüber ein lockeres T-Shirt. Beim unauffälligen Beobachten der anderen merke ich, dass niemand außer mir ein T-Shirt trägt. Hm komisch. Aber keine Zeit zum nachdenken, denn es geht schon los. Anne, die Yogalehrerin meines Vertrauens, setzt sich in den Schneidersitz und ich folge ihr. Ganz schön anstrengend den Rücken die ganze Zeit gerade zu halten und die Arme vor der Brust gefaltet zu lassen, aber ich schaff das schon. Augen zu. Einatmen. Ausatmen. Hm, was ist das, ich höre jemanden durch die engen Matten-Reihen gehen. Wie als hätten sie ein Eigenleben möchten meine Augen sich öffnen. Doch da ertönt auch schon Annes Stimme sanft durch den Raum: “Hier könnt ihr nun testen, wie gut ihr euch auf euch konzentrieren könnt, bleibt bei euch und lasst euch nicht vom Zuspät-Kommen eines anderen ablenken, lasst die Augen zu und konzentriert euch auf eure Atmung”. Huch, Augen schnell noch fester zusammengedrückt und weiteratmen.

Nach minutenlanger Atmung werde ich durch das allgemein gesummte “Ohmmmmmmmmmmmmmmmmmmm” überrascht. Wie konnte ich das vergessen? Ich muss schmunzeln, aber ich glaube das finde nur ich ein wenig komisch. Na gut, “ohmmmm” ich halt mit. Die anderen sind schon beim “mmmmmmm” als ich noch beim “ohhhhhhh” bin, aber ab dem 3. Mal hab ich den Rhytmus raus.

Beim ersten “Herabschauenden Hund” bemerke ich mein Dilemma. Ein Handtuch wäre wohl besser als mein hübsches Strandtuch gewesen, denn langsam aber sicher rutsche ich weg. Scheinbar hat auch Anne es bemerkt und steht gleich neben mir und flüstert, “du gibst das Tuch besser weg”. Gleich danach macht sie mich noch darauf aufmerksam, dass ich meine Matte verkehrt herum hingelegt habe – zur Info – die rutschfeste, rauhe Seite gehört nach oben…

Nach zwei Übungen kämpfe ich mit Hitzewallungen. Ich überlege noch wie peinlich mein ältestes grauverfärbtes Sport-BH Top wirklich ist, aber meine Wallungen siegen und schon stehe auch ich im kurzen Top da.

Von meiner Position aus, kann ich Annes Bewegungen natürlich genau nachmachen. Nicht so der junge Mann mir gegenüber. Als er als einziger was ganz anderes macht, kichere ich vor mich hin. Kindisch – ich weiß. Macht nämlich niemand außer mir.

In fließenden Bewegungen begebe ich mich vom herabschauenden Hund in die Kobra und in den Sonnenanbeter – also so irgendwie. Nach 45 Minuten folgen meine Blicke ungläubig den Schweißtropfen, die auf die Matte unter mich tropfen. Ich beobachte unauffällig die Menschen um mich herum und messe mich natürlich an ihnen. Bis Annes sanfte Stimme meine Gedanken unterbricht: “Höre auf deinen Körper. Yoga ist kein Wettkampf. Du musst dich mit niemandem messen, es geht nur um dich.” Ja eh. Hab ich auch gar nicht gemacht.

“So, und jetzt nehmt eure große Zehe in die Hand und schaut ob ihr das Bein heute durchstrecken könnt.” Ja klar! “Nein Kat, andersrum, die rechte Hand greift zur rechten Zehe.” Ich denke mittlerweise wissen alle wie ich heiße 🙂 Aber nein, bei mir streckt sich da gar nichts und ich bleibe mit abgewinkeltem Bein stehen. Muss mich ja mit niemandem messen…

Das für mich schönste ist wie immer das Ruhen am Ende. Angeblich bin ich hierbei schon einmal eingeschlafen und habe geschnarcht – das halte ich allerdings für ein Gerücht.

Ob ich es schaffen werde Yoga regelmäßig in meine Wochen einzuplanen weiß ich nicht, dass es aber viel härter ist als man eigentlich denkt und mir vor allem mit der Atmung helfen kann, stimmt sicher.

yoga

Advertisements

About katathome

Katathome - is me. A travel-holic, who is still wondering what to do when she grows up. In the mean time I enjoy a love-hate relationship with sports, too much wine, swearing, getting tattooes, posing on instagram and co-parenting my two babes (2006, 2009)...Accompany me on my journey through life. You can also follow me @ instagram.com/kats.trialogie for your daily dose of self-publishing and more pics. Enjoy!
This entry was posted in Uncategorized and tagged , , , . Bookmark the permalink.

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out /  Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out /  Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out /  Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out /  Change )

Connecting to %s